Plakat Faure Requiem

G. Fauré: Requiem

Foto der HSK
Aufführung des Requiems von G. Fauré im November 2012 (S. Dreher)

Sonntag, 11. November 2012, 19.30 Uhr
Freiburg, Herz-Jesu-Kirche
(am Hauptbahnhof)

Programm

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847):
Kyrie d-Moll für Chor und Orchester (komp. 1825)
Gabriel Fauré (1845–1924):
Pavane für Chor und Orchester (op. 50)
Samuel Barber (1910–1981):
Adagio für Streicher (op. 11, komp. 1938)
Gabriel Fauré (1845–1924):
Cantique de Jean Racine für Chor und Orchester (op. 11)
Requiem in d-Moll (op. 48)

Die Ausführenden sind:

Katharina Persicke, Sopran
Jan-Ole Lingsch, Bariton

Die Heinrich-Schütz-Kantorei Freiburg und ihr Orchester

Leitung: Bernd Scharfenberger

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Texte

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847): Kyrie d-Moll für Chor und Orchester

Herr, erbarme dich.

Gabriel Fauré (1845–1924): Pavane für Chor und Orchester

Da ist ja Lindor, da ist Tircis, und da sind all unsere Bezwinger!
Da ist Myrtille, da Lydé! Die Königinnen unserer Herzen!
Wie aufreizend sie sind! Wie stolz sie immer sind!
Wie man es wagt, unser Los und unsere Tage zu beherrschen!

Gebt acht! Beachtet den Takt!

O welch tödliche Beleidigung! Der Rhythmus ist weniger langsam!
Und der Sturz um so sicherer! Wir werden ihnen den Mund schon stopfen!
Bald sind wir ihre Lakaien! Wie hässlich sie sind! Die lieben Lärvchen!
Wie närrisch sie sind! (Eitle Miene!)

Da ist ja Lindor, da ist Tircis, und da sind all unsere Bezwinger!
Da ist Myrtille, da Lydé! Die Königinnen unserer Herzen!
Es ist doch immer das Gleiche, und immer auf die gleiche Art!
Man himmelt sich an! Man hasst sich! Man verflucht seine Leidenschaften!
Man himmelt sich an! Man hasst sich! Man verflucht seine Leidenschaften!
Lebt wohl Myrtille, Eglé, Chloé, spöttische Dämonen!
Lebt wohl also und guten Tag den Tyrannen unserer Herzen!
Und guten Tag!

Gabriel Fauré (1845–1924): Cantique de Jean Racine für Chor und Orchester

Wort, dem Höchsten gleich, unsere einzige Hoffnung,
Ewiges Licht der Erde und des Himmels,
Wir brechen die Stille der friedlichen Nacht:
Göttlicher Erlöser, lass Deine Augen auf uns sehen!

Gieße über uns aus Deiner mächtigen Gnade Feuer;
Die ganze Hölle fliehe beim Klang Deiner Stimme;
Vertreibe den Schlaf einer matten Seele,
Der sie dazu bringt, Deine Gesetze zu vergessen!

O Christus, sei diesem treuen Volk gewogen,
das nun zu Deinem Lobe versammelt ist;
Nimm die Lieder an, die es zu Deinem unsterblichen Ruhm darbringt;
Und möge es zurückkehren erfüllt von Deinen Gaben!

Gabriel Fauré (1845–1924): Requiem in d-Moll

I. Introït et Kyrie

Herr, gib ihnen die ewige Ruhe,
und das ewige Licht leuchte ihnen.
Dir gebührt Lob, Herr, in Zion,
Dir erfüllt man Gelübde in Jerusalem.
Erhöre mein Gebet,
zu Dir kommt alles Fleisch.

Herr, erbarme dich.
Christus, erbarme dich.
Herr, erbarme dich.

II. Offertoire

O Herr Jesus Christus, ruhmreicher König,
bewahre die Seelen der Verstorbenen
vor den Höllenstrafen
und vor dem tiefen See:
O Herr Jesus Christus, ruhmreicher König,
bewahre die Seelen der Verstorbenen
vor dem Rachen des Löwen,
auf dass sie nicht die Hölle verschlinge,
o Herr Jesus Christus, ruhmreicher König,
auf dass sie nicht in die Finsternis stürzen.

Opfergaben und Gebete bringen wir dir, Herr, zum Lobe dar.
Nimm sie an für die Seelen jener,
deren wir heute gedenken.
Gib, dass sie, Herr, vom Tode hinübergehen ins Leben,
wie du es einst Abraham und seinen Nachkommen versprochen hast.

O Herr Jesus Christus, ruhmreicher König,
bewahre die Seelen der Verstorbenen
vor den Höllenstrafen
und vor dem tiefen See,
auf dass sie nicht in die Finsternis stürzen.
Amen.

III. Sanctus

Heilig, heilig, heilig
ist Gott, der Herr Zebaoth!
Alle Lande sind deiner Ehre voll.
Hosanna in der Höhe!
Heilig.

IV. Pie Jesu

Gütiger Jesus, Herr,
gib ihnen ewige Ruhe.

V. Agnus Dei

Lamm Gottes, der du trägst die Sünde der Welt,
gib ihnen Ruhe.

Lamm Gottes, der du trägst die Sünde der Welt,
gib ihnen Ruhe.

Lamm Gottes, der du trägst die Sünde der Welt,
gib ihnen Ruhe, ewige Ruhe.

Das ewige Licht leuchte ihnen, Herr:
mit deinen Heiligen in Ewigkeit,
denn du bist gnädig.

Ewige Ruhe gib ihnen, Herr,
und das immerwährende Licht leuchte ihnen.

VI. Libera me

Rette mich, Herr, vor dem ewigen Tod
an jenem Tage des Schreckens,
wo Himmel und Erde wanken,
da Du kommst, die Welt durch Feuer zu richten.

Zittern befällt mich und Angst,
denn die Rechenschaft naht und der drohende Zorn.
O jener Tag, Tag des Zorns,
des Unheils, des Elends,
o Tag, so groß und so bitter,
Herr, gib ihnen die ewige Ruhe,
und das ewige Licht leuchte ihnen.

Rette mich, Herr, vor dem ewigen Tod
an jenem Tage des Schreckens,
wo Himmel und Erde wanken,
da Du kommst, die Welt durch Feuer zu richten.
Rette mich, Herr, vor dem ewigen Tod,
rette mich, Herr.

VII. In Paradisum

Ins Paradies mögen die Engel dich geleiten,
bei deiner Ankunft die Märtyrer dich empfangen
und dich führen in die heilige Stadt Jerusalem.
Der Chor der Engel möge dich empfangen,
und mit Lazarus, dem einst armen,
mögest du ewige Ruhe haben.