Martin Gotthard Schneider

Martin Gotthard Schneider

Martin Gotthard Schneider wurde 1930 in Konstanz (Bodensee) geboren. Er studierte evangelische Theologie und Kirchenmusik in Heidelberg, Tübingen und Basel. Seit 1958 war er in Freiburg tätig. Zunächst war er Vikar an der Ludwigskirche, von 1960 bis 1970 Religionslehrer am Kepler-Gymnasium. In diesen Jahren begann er bereits mit dem Aufbau einer breitgefächerten kirchenmusikalischen Arbeit. Er versah zeitweise nebenberufliche Kirchenmusikerstellen an der Christuskirche und Pauluskirche und war Bezirkskantor im Kirchenbezirk Freiburg. 1958 wurde er Preisträger beim Internationalen Improvisationswettbewerb Haarlem / NL. 1961 war das Gründungsjahr der Heinrich-Schütz-Kantorei. 1970 wurde Schneider zum Kirchenmusikdirektor ernannt. Von 1970 bis 1995 übernahm er die hauptberufliche Kantorenstelle an der Ludwigskirche und Pauluskirche, sowie von 1975 bis 1995 das Amt des Landeskantors für Südbaden. Von 1963 bis 1997 lehrte er an der Staatl. Hochschule für Musik in Freiburg (zunächst das Fach Liturgisches Orgelspiel / Orgelimprovisation, später auch Liturgik, Hymnologie, Gemeindesingen, theologische Information). 1980 erfolgte seine Ernennung zum Professor.

Das kompositorische Schaffen von Martin Gotthard Schneider ist an der kirchenmusikalischen Praxis orientiert und umfasst Chor- und Orgelmusik. Vor allem ist Schneider auch als Autor neuer geistlicher Lieder hervorgetreten. 1961 erhielt er für sein – inzwischen in ca. 25 Sprachen übersetztes – Lied „Danke für diesen guten Morgen“ den 1. Preis im Liederwettbewerb der Evangelischen Akademie Tutzing. 1975 erschien sein Liederbuch „Sieben Leben möcht ich haben“. Orgelimprovisationen und Chormusik mit Martin Gotthard Schneider sind auf CDs veröffentlicht.

Am 3. Februar 2017 verstarb Martin Gotthard Schneider in seinem Geburtsstadt Konstanz im Alter von 86 Jahren.